Daten - Grundlage für digitale Vertriebsprozesse
Blogpost-Reihe: "Wie digitalisiere ich meinen Vertrieb":
Teil 1: Daten - Grundlage für digitale Vertriebsprozesse
Teil 2: E-Commerce - Digitaler Vertrieb mit einer Customer Experience Platform
Teil 3: Software - Individualisierung und Automation
Daten liegen in jedem Unternehmen vor – in unterschiedlichen Quellen und Formaten. Lieferantenlisten in Excel, Produktbilder auf einem Filesystem, Kundendaten in einem CRM-System, Aufträge und Rechnungen im ERP sowie Marketinginformationen in einem CMS oder in der Cloud.
Klingt unübersichtlich? Das ist es auch.
Und was lange als organisatorisches oder technisches Thema galt, wirkt sich heute zunehmend direkt auf Vertriebsprozesse aus. Geschwindigkeit, Konsistenz und Reaktionsfähigkeit hängen stärker denn je davon ab, wie gut Daten verfügbar und nutzbar sind.
Wie wäre es denn, diese verstreuten Daten in einem System zu integrieren, um sie leicht für die unterschiedlichsten Anwendungsfälle nutzen zu können? Schnell reagieren zu können, wenn ein Vertriebskanal nicht mehr funktioniert oder eine Expansion in weitere Kanäle geplant ist?
Master Data Management Systeme (MDM) bieten genau diese Lösung. Sie ermöglichen es, Sie ermöglichen es, Daten aus verschiedenen Systemen zentral zu erfassen, zu verwalten und gezielt in unterschiedlichen Vertriebskanälen zu nutzen.
Ein Master Data Management System stellt die Hoheit über die eigenen Daten sicher und gibt die Flexibilität, auf verschiedene Marktsituationen schnell zu reagieren.
In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Eigenschaften eines Datenmanagements, die im digitalen Vertrieb einen echten Unterschied machen.
Datenbeschaffung
Mit Master‑Data‑Management‑Systemen lassen sich Daten aus unterschiedlichen Quellen zentral erfassen. Klassiker wie CSV‑ oder Excel‑Importe gehören ebenso dazu wie Bild‑ oder PDF‑Daten aus Dateisystemen oder Schnittstellen zu anderen Anwendungen.
Die ursprüngliche Struktur dieser Daten ist dabei oft zweitrangig. Ein MDM bringt flexible Datenmodelle mit, die sich anpassen und erweitern lassen. Mit dem Datenmodell entstehen gleichzeitig die notwendigen Eingabemasken, Regeln und Schnittstellen. Das vereinfacht vieles.
So können sehr unterschiedliche Datenformate in einem System zusammengeführt werden: Produktdaten, Assets wie Bilder oder Dokumente, Kundendaten, Marketinginformationen, Bestellungen oder klassische Stammdaten wie Lieferanten oder Filialen.
In der Praxis entsteht daraus vor allem eines: eine gemeinsame Sicht auf Daten. Für Vertrieb, Marketing und andere Fachbereiche. Und das reduziert Abstimmungen, Rückfragen und manuelle Korrekturen spürbar.

Datenverwaltung & -qualität
Zentral gespeicherte Daten lassen sich einfacher verwalten. Informationen sind schneller auffindbar, Änderungen nachvollziehbar, frühere Stände bleiben verfügbar. Ein konfiguriertes Rechtemanagement stellt sicher, dass jede Rolle nur die Daten sieht und bearbeitet, für die sie verantwortlich ist. Ergänzend helfen Workflows dabei, Abläufe verbindlich zu regeln – von der Pflege über die Prüfung bis zur Freigabe.
Datenqualität spielt hier eine zentrale Rolle, wenn Daten in digitalen Vertriebskanälen genutzt werden sollen. Pflichtfelder, Prüfregeln oder Dubletten-Abgleiche sind technische Grundlagen. Wirklich wirksam werden sie allerdings erst, wenn klar ist, wer für Daten verantwortlich ist. Das wird häufig unterschätzt. Datenqualität ist kein reines Systemthema. Sie ist organisatorisch. Ohne klare Zuständigkeiten bleibt sie Zufall unabhängig von der eingesetzten Software.
Moderne Vertriebsprozesse gehen heute noch einen Schritt weiter. Daten dienen nicht mehr nur der Information. Sie bilden zunehmend die Grundlage für Entscheidungen und die Automatisierung operativer Abläufe – etwa bei Angebotserstellung, Freigabeworkflows oder der kanalabhängigen Aussteuerung von Inhalten.
Datenpublikation
Eine zentrale Datenbasis ermöglicht es, Informationen gezielt in unterschiedliche Vertriebskanäle auszuspielen. Über Schnittstellen werden relevante Systeme angebunden, Inhalte dort bereitgestellt, wo sie gebraucht werden.
Nicht jeder Kanal benötigt dieselben Daten. Ein MDM erlaubt es, Inhalte kanalabhängig auszusteuern – inhaltlich, strukturell und zeitlich.
Typische Anwendungsfälle sind:
- E‑Commerce Portale
- Produktkataloge, etwa im PDF‑Format
- Online‑Marktplätze
- Mobile Anwendungen
- Webseiten, Blogs und Content‑Plattformen
- Personalisierte Newsletter
Je mehr Kanäle hinzukommen, desto deutlicher zeigt sich der Unterschied zwischen gewachsenen Einzelstrukturen und einer zentralen Datenbasis. Ohne saubere Struktur steigt die Komplexität schnell. Mit ihr bleibt sie beherrschbar.
Für den Vertrieb bedeutet das ganz konkret: weniger operative Datenthemen. Und mehr Zeit für Kunden.
Integration eines Master Data Management Systems
Ein Master Data Management System muss nicht auf einen Schlag eingeführt werden. In vielen Projekten hat sich ein schrittweises Vorgehen bewährt. Zunächst einzelne Datenbereiche, später weitere.
Bestehende Systeme wie ERP, CRM oder Webshops bleiben dabei erhalten. Ziel ist nicht der Ersatz, sondern eine zentrale Schicht, die Daten systemübergreifend nutzbar macht. Das schützt bestehende Investitionen. Und schafft gleichzeitig die Basis für Weiterentwicklung.
So lassen sich erste Mehrwerte früh realisieren. Ohne die Organisation zu überfordern.
Fazit
Datenmanagement ist selten ein prestigeträchtiges Thema. Im Vertrieb entscheidet es allerdings zunehmend darüber, wie schnell und konsistent ein Unternehmen agieren kann.
Digitale Vertriebsprozesse – im B2B wie im B2C – benötigen eine verlässliche Datenbasis. Sie schafft Transparenz, reduziert Reibung und ermöglicht es, neue Kanäle oder Geschäftsmodelle kontrolliert zu skalieren.
Auch aktuelle Entwicklungen wie Automatisierung oder KI‑gestützte Auswertungen erhöhen die Anforderungen an Daten weiter. Ihr Nutzen hängt unmittelbar davon ab, wie konsistent, aktuell und strukturiert die zugrunde liegenden Informationen sind.
Unternehmen, die Vertriebsportale, Online‑Shops, Marktplätze oder Marketingkanäle aufbauen oder weiterentwickeln, sollten daher frühzeitig über ihre Datenbasis nachdenken.
Wir bei LifeStyle setzen auf Pimcore als MDM‑Lösung und haben diese in zahlreichen Projekten erfolgreich eingesetzt. Die Kombination aus Enterprise‑Funktionalität und Open‑Source‑Ansatz bietet dabei ein hohes Maß an Flexibilität.
Als Pimcore Platinum Partner begleiten wir Unternehmen von der Konzeption über die Umsetzung bis hin zur Einführung und Weiterentwicklung ihrer Systeme.
Daten sind die Grundlage für digitale Vertriebsprozesse.
Wer sie im Griff hat, schafft die Voraussetzungen für Skalierung, Wachstum und langfristige Handlungsfähigkeit.
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